9 jours à Clamecy

Dec 18, 2013
Hallo meine Lieben ♥
Am Freitagabend bin ich aus Frankreich wiedergekommen. Ich muss sagen, es war ziemlich anders als erwartet, aber trotzdem eine sehr tolle Erfahrung. In diesem Post möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Zeit dort geben.
                                                                                                                                             1. UMGEBUNG
Clamecy ist ein sehr hübsches, kleines Städtchen in der Bourgogne (Burgund). (Ihr werdet auf jeden Fall noch Posts mit Bildern zu sehen bekommen.) Es sieht dort aus wie in einer typisch französischen Stadt mit beigen alten Häusern, engen Straßen und alles ist klein und ein wenig heruntergekommen. Doch man fühlt sich gleich sehr wohl, weil nicht alles so ordentlich und perfekt ist.

                                                                                                                                                 2. ZUHAUSE

Gleich beim Ankommen war ich überwältigt von dem großen und wunderschönen Haus. Es bestätigte alle meine Vorstellungen: dunkler Holzfußboden, hohe Räume, große Fenster, viele weiße Möbel und Verzierungen.

Unser Austauschpartner, Benjamin, hat drei Deutsche aufgenommen, da es nicht genug französische Familien gab. Wir hatten aber jeder ein eigenes Zimmer, weil seine älteren Brüder ausgezogen waren. Überall an den Wänden  hingen riesige Filmplakate von Herr der Ringe und Computer, Fernseher und Spielekonsolen waren auch nicht zu übersehen.

Auch wenn überall noch so viele Sachen lagen, haben wir uns schnell eingelebt und wohlgefühlt. Ich mag auch lieber in Wohnungen leben, wo nicht alles top aufgeräumt ist, weil man sich da so fehl am Platz vorkommt.


                                                                                                                        3. ESSEN UND TRINKEN
Sicherlich kennt jeder von euch die Geschichten über französisches Essen mit Froschschenkeln, Muscheln, Schnecken.. Ich dachte eigentlich,dass es so etwas nur in speziellen Restaurants gab, jedoch wurde mir dort das Gegenteil gezeigt. Ein paar Austauschschüler bekamen gleich in den ersten Tagen Schnecken zu Essen, ich zum Glück jedoch nicht. Und Froschschenkel schmecken laut meiner Gastmutter wie Hähnchenschenkel. Generell haben die Franzosen sehr andere Essgewohnheiten. 
 
Zum Frühstück gibt es meist eine Bole mit Kaffee oder Kakao, in die das Brot oder Croissant getaucht wird. Es gibt keine Teller oder Frühstücksbrettchen und auch kein ausgiebiges Frühstück, wie es in Deutschland oft/meistens der Fall ist. Auch das Mittagessen wird eher klein gehalten. Jedoch gibt es ein sehr großes Abendessen, das spät anfängt und bei vielen Gesprächsthemen bis spät in die Nacht gehen kann. Es gibt meistens Salat oder eine Suppe als Vorspeise und danach das Hauptgericht. In unserer Familie gab es Souflé, Quiche, einmal ein blutiges Steak und sonst Gerichte, die wir auch essen.

Franzosen trinken dazu generell Wein und Leitungswasser, wir hatten hauptsächlich Wasser, Cola und Sirup. Das Baguette spielt eine kleine und unbedeutende Rolle. Es wird geschnitten und auf den Tisch gelegt und dient als Beilage.

Die Desserts können variieren, es gibt eigentlich alles mögliche. Bei uns gab es oft Fromage Blanc, Pudding oder Früchte. Zum Schluss gibt es eigentlich immer noch Käse (und wer mag einen Kaffee). Auch gibt es in jedem kleineren Städtchen eine Pattisserie, in der es unzählige süße Backwaren und Pralinen gibt. Am meist bekanntesten sind die Macarons und der Nugat, von denen ich probiert und natürlich auch etwas gekauft habe.


                                                                                                                                                    4. SCHULE
Auch das französische Schulsystem unterscheidet sich von dem deutschen. Der Unterricht beginnt um 8:30 Uhr, was ziemlich positiv ist. Ich konnte morgens fast eine Stunde länger schlafen als zuhause und war tagsüber nicht so müde. Eine Stunde dauert 55 Minuten, dann gibt es 5 Minuten Pause. Von 12:30 Uhr bis 13:35 Uhr ist die Mittagspause und danach jeden Tag außer Mittwoch bis 17:55 Uhr Unterricht. In der Kantine müssen die Schüler das Essen nicht bezahlen, das macht die Schule. Jedoch ist das überall anders, denke ich. Wie bei uns gibt es jeden Tag ein anderes Menü, jedoch eine größere Auswahl an Beilagen, Vorspeisen und Desserts.
Dafür ist es in Frankreich nicht üblich, vor oder nach der Mittagspause etwas zu essen oder zu trinken. 
Im Unterricht gibt es keine mündlichen Noten, die meisten melden sich nicht und sagen einfach, wenn sie die richtige Antwort wissen. Auch sitzen pro Bank meistens nur ein oder zwei Schüler, bei uns sind es normalerweise vier. 
Was mir generell aufgefallen ist, dass es fast überall sehr sauber ist und keine Papierchen oder Müll auf dem Boden liegen. Hier seht ihr nochmal das Gebäude von außen und von innen.

                                                                                                                                                    5. WETTER
In Clamecy hatten wir richtiges Glück mit dem Wetter. Morgens, kurz vor Schulbeginn gab es immer einen wundervollen Sonnenaufgang und alles war gefroren, sodass die Stadt und die Landschaft aussah, wie eingeschneit. Tagsüber war es zwar sehr kalt, aber es schien immer die Sonne ohne auch nur eine einzige Wolke am Himmel. Fuhr man jedoch ca. eine halbe Stunde oder Stunde mit dem Bus, gab es Nebel und alles war grau und düster. 
Jeden Abend gab es auch einen wunderschönen Sonnenuntergang, den ich immer wieder fotografieren musste. =D

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Einblick nach Frankreich gefallen. Ich hätte noch viel mehr erzählen können, aber irgendwann verlässt einen die Lust, alles zu lesen.
Dank Marisa bin ich auf die Idee gekommen, so einen Post zu erstellen, da sie so ähnlich schon über Fotografie berichtet hat. ♥

9 comments:

  1. Die Macarons sehen super lecker aus! Insgesamt wirkt es wie eine schöne Reise :)
    Liebst,
    Farina

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  2. Sehr schöner Post mit den echt tollen Einblicken. Ich finde deine Unterkunft sieht richtig schön gemütlich aus. Und ich hoffe, dass du uns noch mehr Fotos zeigst. :)

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  3. Der Post ist wirklich sehr interessant und die Stadt sieht wirklich wunderschön aus. Froschschenkel sollen nach Hähnchen schmecken? Ich glaube, freiwillig würde ich sie trotzdem nicht essen...
    Zeigst du noch mehr Bilder?

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    1. Ich habe noch viele Bilder parat und werde auch denke ich noch welche posten :)

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  4. Deine Bilder sind so toll gemacht worden! ♥ Ich freue mich immer wieder einen neuen Post von dir Lesen zu dürfen :)

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  5. Danke ♥
    Das sind so schöne eindrücke, ich liebe Frankreich :-)

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  6. wow. das ist ja mal eine klasse idee . :D wundervolle eindrücke hast du uns da gegeben.!! ;)
    liebe grüße. Monika

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  7. Oh wie schön *-* Richtig schöner Post :)

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  8. wie schön, dass es dir so gut gefallen hat, dein "Gasthaus" sieht ja echt toll aus und die Eindrücke sind total interessant, ich liebe solche Auslandstagebücher/ Reiseberichte und du hast deinen Post sehr schön gestaltet ♥
    wie habt ihr euch mit euren Familien oder Austauschpartner verständigt? Auf Englisch oder konntet ihr so gut Französisch, dass ihr euch in dieser Sprach unterhalten konntet?

    Liebe Grüße, Carolin

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